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Europameisterschaft 1972


Das Bild des Siegs der Europameisterschaft 19721972 wurde die bis heute beste deutsche Elf dann erstmals Europameister. Nachdem man sich in der Qualifikation gegen Polen, die Türkei und (wieder) Albanien durchgesetzt hatte, stand im Viertelfinale die Revanche von León gegen England an. Am 29. April 1972 kam es zu einem denkwürdigen Spiel im Londoner Wembley-Stadion. Durch Tore von Uli Hoeneß, Günter Netzer und Gerd Müller konnte man mit 3:1 erstmals in England gewinnen.

Selbst die englische Boulevardpresse, die ansonsten eher deutschlandkritisch eingestellt ist, war von dem Spiel der deutschen Mannschaft begeistert. Im Rückspiel in Berlin reichte dann ein 0:0 zum Einzug in die Endrunde.

Zur Endrunde reisten sie dann als Favorit, da sie am 26. Mai 1972 zur Einweihung des Olympiastadions in München die Sowjetunion schon mit 4:1 besiegt hatten.

Bei der Endrunde in Belgien gelangen dann Siege gegen Belgien (2:1) und die Sowjetunion (3:0), wobei insbesondere im Finale Traumfußball zelebriert wurde. Unrühmlich hervorzuheben ist leider das Verhalten deutscher Hooligans – auch wenn diese Bezeichnung damals noch nicht üblich war – die randalierend durch Brüssel zogen. Gerd Müller wurde mit vier Toren Torschützenkönig des Turniers und mit insgesamt 11 Toren Torschützenkönig des gesamten Wettbewerbs.

Zwei Jahre später wurde die bundesdeutsche Mannschaft dann auch Weltmeister (siehe Deutsche Fußballnationalmannschaft/Weltmeisterschaften) womit sie die erste Mannschaft war, der es gelang, nach einem Europameisterschaftstitel auch die darauffolgende Weltmeisterschaft zu gewinnen. Inzwischen ist dies auch Spanien bei der EM 2008 und der WM 2010 gelungen (Frankreich schaffte es in umgekehrter Reihenfolge bei der WM 1998 und EM 2000, Spanien bei der WM 2010 und EM 2012).